Wir zeigen auf: 8 Typi­sche Misch­feh­ler

Bild 1 - Blogbeitrag - Wir zeigen auf: 8 Typische Mischfehler

Baumaterial anmischen, das gehört zum Alltag auf (fast) jeder Baustelle. Doch nicht immer wird das Mischergebnis wie gewünscht. Oft mit fatalen Folgen, Bauschäden und Mehrkosten. Auf die richtige Mischung kommt es also an. Doch wie lassen sich Mischfehler erkennen und vermeiden?

Wir zeigen Euch heute 8 Typische Mischfehler, die sich leicht verhindern lassen.

Mischfehler 1: Falscher Rührkorb - Nur ein Rührkorb für alle Materialien

Ein Rührkorb für jedes Material? Das wird so nicht funktionieren. Die verschiedenen Baumaterialien haben unterschiedliche Anforderungen an den zu verwendeten Rührkorb. Mit einem falsch ausgewählten Rührkorb, wird das Material nicht richtig homogenisiert. Es kommt häufig zu starker Klumpenbildung im Mischgut. So benötigt beispielsweise eine selbstverlaufende Spachtelmasse / Nivelliermasse einen ganz speziellen Rührkorb mit hohen Scherkräften wie den Collomixer KR, ein ganz normaler Mörtelrührer kommt hier schnell an seine Grenzen.

Mischfehler 2: Mischeimer zu klein oder zu groß

Auf die richtige Größe kommt es an. Bei der Wahl des Mischkübels sollte immer die zumischende Gesamtmenge beachtet werden. Ist der Kübel zu klein oder zu groß, kann das Material nicht richtig verarbeitet werden. Wird beispielsweise ein zu kleiner Kübel ausgewählt, spritzt das Mischgut beim Mischen übermäßig aus dem Eimer heraus und verschmutzt dabei nicht nur die Arbeitsumgebung, sondern es geht auch Material für die Verarbeitung verloren. Die richtige Kübelgröße erkennt man übrigens daran, dass der Korb des Rührers vollständig vom Material im Eimer bedeckt ist. Ragt dieser noch heraus, wird häufig auch das Material herausgeschleudert.

Mischfehler 3: Falsche Mischtechnik - Ungeeignetes Mischwerkzeug

Viele Baumaterialien benötigen eine ganz spezielle Mischtechnik und/oder ein ganz spezielles Mischwerkzeug. Wird beispielsweise für das Anmischen von 2-Komponentigen Reaktionsharzmörteln eine handelsübliche Bohrmaschine in Kombination mit einem einfachen Mörtelrührer verwendet, kann das zu erheblichen Folgeschäden führen. Gerade bei 2-Komponentigen Materialien muss die richtige Mischtechnik mit großer Sorgfalt ausgewählt werden. Fehlerhaft angemischt können sich nach dem Aushärten noch klebrige Stellen im Material befinden. Häufig ist es empfehlenswert beide Komponenten (Harz & Härter) in separaten Mischeimern vorzumischen, bevor es zur endgültigen Homogenisierung beider Materialien kommt. Wird zusätzlich noch Quarzsand zur Mischung gegeben, muss meist sogar ein Zwangsmischer zum Einsatz kommen. (Sie sind immer auf der sicheren Seite, wenn sie sich beim Mischvorgang an die Vorgaben der Materialhersteller halten.)

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Mischfehler 4: Falsche Mischwirkung

Das Material wird von unten nach oben anstatt von oben nach unten gemischt. Hört sich erstmal seltsam an. Doch auf die richtige Mischwirkung sollte immer geachtet werden. Auch hier gilt wieder, jedes Material benötigt seinen speziellen Rührquirl. Bei höhergefüllten Estrichen oder Mörteln kann es durch die Wahl der falschen Mischwirkung zu Rückständen am Eimerboden kommen. Anstatt den schweren Mörtel von unten nach oben zu befördern, drückt sich der falsche Rührer immer wieder aus dem Material heraus. Das macht nicht nur das Mischen schwerer, es sorgt auch dafür das das Mischverhältnis nicht mehr stimmt. Unter Umständen kann es dadurch zu einer ungewollten Eigenschaftsveränderung des Mörtels kommen. Eine kleine Faustregel: Je schwerer das Material bzw. je mehr Zuschläge es enthält, desto besser ist es, das Material vom Eimerboden nach oben zu befördern. Damit erreicht der Rührer problemlos den Eimerboden und durchmischt das gesamte Material ohne große Kraftanstrengung. Die Mischwirkung des einzelnen Rührertyps erkennen Sie am entsprechenden Pfeil auf der Verkaufskarte.

Mischfehler 5: Zu kurze Mischzeiten / unvollständige Durchmischung

Zeitmangel sollte es auf der Baustelle beim Mischen nicht geben. Wird der Mörtel, Estrich, Putz, welches Material auch immer, nicht lange genug angemischt, kommt es oft zu einer unvollständigen Durchmischung und falschen Materialeigenschaften. Dabei ist besonders wichtig, dass immer die vorgeschriebene Mischzeit des Materialherstellers eingehalten wird. Mischt man nur Husch Husch, so sind mögliche Probleme, wie mangelnde Haftfähigkeit, Hohlstellen oder Abplatzungen oft vorprogrammiert.

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Mischfehler 6: Verschmutze Mischwerkzeuge

Mal Hand aufs Herz. Reinigen Sie nach jedem Mischvorgang ihren verwendeten Rührer? Dann sollten Sie dass zukünftig doch etwas öfters tun. Angetrocknete Materialrückstände können sich beim nächsten Mischvorgang ablösen und das neue Material mit “Fremdkörpern” verschmutzen. Auch lagern sich die einzelnen Materialschichten nach und nach immer weiter am Rührkorb an, so dass diese schneller unbrauchbar wird. Verschmutzte und verdreckte Rührer müssen ständig ersetzt werden und gehen somit ganz schön ins Geld. Die “Lebensdauer” des Rührers, läßt sich durch eine Reinigung nach jedem Mischvorgang mit dem Mixer-Clean Reinigungseimer erheblich verlängern.

Mischfehler 7: Mischer mit zu geringer Geschwindigkeit

Es ist bei weitem nicht egal, mit welcher Geschwindigkeit Sie ihr Mischgut aufmischen. Ist die Geschwindigkeit des ausgewählten Rühtgerätes/Handrührwerkes zu gering, werden die einzelnen Komponenten (Flüssigkeit & Pulver) nicht richtig miteinander homogenisiert. Spachtelmassen können so ihre Verlaufseigenschaften nicht richtig entfalten. Ein erheblich höherer manueller Verarbeitungsaufwand und oft auch ein höherer Materialbedarf sind die Folgen. Und Zeit und Material, das kostet auf die Dauer Geld. Geld das sie besser in ein stärkeres Rührgerät investieren sollten. Welche Geschwindigkeit sie benötigen, finden Sie in den technischen Merkblättern Ihres Materialherstellers.

Mischfehler 8: Reihenfolge der Materialzugabe nicht beachtet

Halten Sie sich immer an die im im technischen Merkblatt oder auf dem Materialsack beschriebe Reihenfolge? Erst Wasser, dann Material oder umgekehrt, oder handeln Sie nach der Devise: kommte eh alles in einen Pott, wird schon funktionieren? Leider funktioniert das nicht wirklich. Wird die richtige Reihenfolge nicht eingehalten, kann es zu einer erschwerten Weiterverarbeitung des Materials oder zu starker Klumpenbildung führen. Ein hoher Nachbearbeitungsbedarf ist die Folge. Manchmal ist die Mischung auch gar nicht mehr zu gebrauchen und muss weggeschmissen werden. Das kostet unnötiges Geld.

Mischfehler erkennen und Mischfehler vermeiden hilft Zeit und Geld zu sparen.


Anmerkung: Wir geben unsere produkttechnischen Empfehlungen nach bestem Wissen, können aber leider keine Gewähr übernehmen. Bitte beachte ebenfalls die Hinweise der Materialhersteller und prüfe die Eignung der verwendeten Werkzeuge und Maschinen gewissenhaft.

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